Nach den Beschlüssen zur Klimaneutralität befassen sich der Rat und die Verwaltung in den Ausschüssen und Arbeitsgruppen intensivst mit möglichen Maßnahmen, um diese Ziele gemeinsam erreichen zu können.
Die Folgen des Klimawandels – wie etwa eine Häufung von Starkregenereignissen im Stadtgebiet – beschäftigen uns jedoch bereits heute und wurden erst kürzlich im Stadtentwicklungsausschuss thematisiert.

Dabei wurde unter anderem auf die Erstellung der Starkregengefahrenkarte eingegangen, für die aktuell eine Hot-Spot-Analyse angefertigt wird, mit der prioritäre Stellen im Stadtgebiet identifiziert werden können, an denen Vorsorgemaßnahmen vorgenommen werden sollen.

Wir bitten Sie, in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Umwelt, Nachhaltigkeit und Mobilität den aktuellen Stand der Analyse vorzustellen und
• aufzuführen welche Hot-Spots im Stadtgebiet identifiziert werden konnten,
• zu erläutern, welche konkreten Vorsorgemaßnahmen an den Hot-Spots getroffen werden können und
• möglich Kosten für diese Maßnahmen zu benennen.

Darüber hinaus wurde ausgeführt, dass in Blumenkamp derzeit geprüft würde, auf welchen Grünflächen Retentionsflächen entstehen könnten. Hierbei stellen sich uns noch einige Fragen, deren Beantwortung wir ebenfalls im Umweltausschuss erbitten:

• Welche Flächen in Blumenkamp befinden sich derzeit in der Prüfung? Zu welchem Resultat ist die Prüfung gekommen?
• Welche Anforderungen müssen mögliche Flächen grundsätzlich erfüllen, um in bestehenden Wohngebieten als Retentionsflächen genutzt werden zu können?
• Welche Arbeiten wären konkret notwendig, um diese Flächen als Retentionsflächen zu nutzen?
• Welche Kosten entstehen bei der nachträglichen Anlage von Retentionsflächen?
Über die o.g. Punkte hinaus wurde ausgeführt, dass der Straßenkörper bei Regenereignissen von 52 mm/h eingestaut werden dürfte.
• Gilt dies auch für Straßen, Flächen und Parkplätze wie beispielsweise an der Straße „Am Friedenshof“ in Obrighoven?
• Welche Maßnahmen werden getroffen, wenn eine Einstauung - etwa bei Spielstraßen ohne beidseitige Bürgersteige – nicht möglich ist? Wie kann dort verhindert werden, dass aufgestaute Wassermassen auf die Grundstücke der Anwohner gelangen und dort über Kellerschächte in die Häuser eindringen?
Die bloße Installation zusätzlicher Abflüsse erscheint uns wenig zielführend, wenn diese das angestaute Wasser in die bereits vorhandenen – und bei Starkregenereignissen bereits vollen - Ableitungen einführen sollen.

Zusätzlich wurde auf Fremdwasserverschlusssysteme und ein Pilotprojekt in Bislich eingegangen, welches derzeit ausgewertet würde. Wir bitten Sie, die Ergebnisse des Tests ebenfalls in einer der nächsten Sitzungen des Umweltausschusses vorzustellen und mögliche weitere Maßnahmen und Schritte – die sich aus den Ergebnissen ableiten – zu erläutern.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Geerißen                              Thorsten Müller                      Helmut Conrads
Ratsmitglied                                     Ratsmitglied                           Ratsmitglied

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