Betreff: Maßnahmen zur Kriminalitätsprävention und Auswertung der Kriminalitätsstatistik in Wesel
Wir Bürger haben mit Besorgnis den aktuellen Bericht der Rheinischen Post zur Kriminalitätslage in Wesel zur Kenntnis genommen. Demnach wurden im vergangenen Jahr im Weseler Stadtgebiet insgesamt 5704 Straftaten erfasst, was eine Steigerung von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders besorgniserregend sind die Anstiege bei Diebstählen sowie bei schwereren Delikten wie Mord, Raub, Totschlag und Sexualdelikten. Es wird jedoch auch ein Rückgang der Wohnungseinbrüche verzeichnet, den die Polizei auf präventive Maßnahmen wie Infoveranstaltungen und technischen Einbruchschutz zurückführt.
Im Vergleich dazu zeigt sich in der Stadt Krefeld eine positive Entwicklung: 2024 wurde eine Reduktion der Straftaten um 10 % verzeichnet. Laut Polizei wird dies unter anderem durch das Präventionsprogramm „Kurve kriegen“ erreicht, bei dem straffällige Jugendliche speziell betreut werden. Auch eine verstärkte Polizeipräsenz zur Bekämpfung von Rauschgifthandel hat in Krefeld positive Ergebnisse erzielt, was auch für Wesel ein interessantes Modell zur Verbesserung der Sicherheitslage sein könnte.
In diesem Zusammenhang bitte ich um Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für Wesel im zuständigen Ausschuss sowie um eine detaillierte Auswertung, die aufschlüsselt, wie viele der Straftaten im öffentlichen Raum im Vergleich zum privaten Bereich begangen wurden. Eine Aufschlüsselung dieser Daten in Relation zu den absoluten Zahlen könnte dabei helfen, gezielt Präventionsmaßnahmen in den entsprechenden Bereichen zu entwickeln.
Zusätzlich bitte ich darum, in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Bürgerdienste, Sicherheit und Verkehr die aus Sicht der Ordnungsbehörde und Polizei erfolgversprechenden Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in Wesel zu erörtern. Dabei sollte auch geprüft werden, ob eine verstärkte Präsenz auch der Polizei in Bereichen wie der City-Wache sowie zwischen Marktplatz und Bahnhof als Ansprechpartner vor Ort sinnvoll und möglich wäre.
Ich danke Ihnen für Ihre Bemühungen und freue mich auf eine konstruktive Diskussion.
Mit freundlichen Grüßen
André Nitsche
-Ratsmitglied-


