Glasfaserausbau in Blumenkamp
Ende Mai dieses Jahres war der Presse zu entnehmen, dass Teile der Anwohner der Straßen Ginsterweg, Lorbeerweg, Haselnussweg sowie Wacholderweg nicht an das Glasfasernetz angeschlossen würden, da es zwischen der Verwaltung und den ausführenden Unternehmen unterschiedliche Auffassungen über die Art des Ausbaus,
konkret dem zu wählenden Bauverfahren, geben würde.
Dabei – so die Berichterstattung – würde die Verwaltung darauf drängen, dass der Ausbau mit Hilfe einer so genannten Erdrakete erfolgen solle um die vor wenigen
Jahren erneuerte Asphaltschicht nicht zu beschädigen. Für das von den ausbauenden Unternehmen favorisierte Verfahren würde die Verwaltung scheinbar keine Aufbruchgenehmigungen erteilen.
Im Bericht wird erwähnt, dass die Wirtschaftsförderung sich bemühen würde, mit den ausbauenden Unternehmen eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden.
In Anbetracht der gerade erst beim Digital Gipfel der Bundesregierung getätigten Aussagen zur Wichtigkeit des Glasfaserausbaus und den Herausforderungen beim
Erreichen der Ausbauziele im Bundesgebiet erschließt sich uns nicht, weshalb die Stadt Wesel sich in diesem konkreten Fall einem Ausbau mittels eines DIN-normierten, im
Markt etablierten und ressourcenschonenden sowie vergleichsweise minimalinvasivem Ausbaus mittels Trenching zu verwehren scheint. Zudem haben wir in den vergangenen
Jahren mehrfach auf die Notwendigkeit einer engen Abstimmung zwischen den im Stadtgebiet ausbauenden Glasfaser-Unternehmen und der Verwaltung sowie der ASG mit Blick auf die Erneuerung von Fahrbahndecken hingewiesen.
Wir bitten im nächsten Ausschuss um einen Bericht, was die Gespräche ergeben haben und wie die Lösung – im Sinne der Anwohner – aussieht und ob bzw. wann die Anwohner mit einer Fertigstellung der beauftragten Hausanschlüsse rechnen können.
Für den Fall, dass keine Lösung gefunden werden konnte bitten wir zudem darum, dass die betroffenen Anwohner proaktiv – und im Idealfall schriftlich - von Seiten der Verwaltung über die Hintergründe informiert werden.
Mit freundlichen Grüßen
Tobias Geerißen
-stellv. Fraktionsvorsitzender-


